Ultherapy PRIME in Berlin - Der medizinische Leitfaden zur Ultraschall-Hautstraffung
von Dr. med. univ. Maria-Theresa Thiede
Warum dieser Leitfaden
In meiner Praxis begegnen mir fast täglich Patientinnen und Patienten, die sich für Ultherapy interessieren – und dabei oft mit Informationen konfrontiert sind, die entweder zu oberflächlich sind, zu stark vereinfachen oder unrealistische Versprechungen machen.
Ultherapy PRIME ist eines der wissenschaftlich am besten untersuchten Verfahren zur nicht-chirurgischen Hautstraffung. Gleichzeitig ist es eine Behandlung, die Geduld erfordert, ein tiefes anatomisches Verständnis und eine realistische Einordnung dessen, was sie leisten kann – und was nicht.
Dieser Leitfaden soll genau das leisten: eine medizinisch fundierte, evidenzbasierte Einordnung, die weder unterschätzt noch übertreibt. Geschrieben für Menschen, die verstehen möchten, was während einer Ultherapy-Behandlung in ihrer Haut passiert, bevor sie sich dafür oder dagegen entscheiden.
Bei The Retreat verstehen wir Ultherapy nicht als isolierte kosmetische Behandlung, sondern als Teil eines umfassenden Konzepts aus regenerativer Ästhetik und Longevity-Medizin. Unser Ziel ist es nicht, Alter zu verbergen – sondern den Alterungsprozess auf zellulärer Ebene zu verlangsamen und die körpereigene Regeneration zu fördern.
Was ist Ultherapy PRIME?
Ultherapy PRIME ist die neueste Generation der mikrofokussierten Ultraschall-Technologie mit Visualisierung (MFU-V), hergestellt von Merz Aesthetics. Das Verfahren nutzt gebündelte Ultraschallenergie, um gezielt in tiefere Hautschichten zu gelangen – und dort die körpereigene Kollagen- und Elastinproduktion anzuregen.
Die Besonderheit gegenüber älteren Ultherapy-Generationen liegt in drei Aspekten: erstens in der Visualisierung, die es mir erlaubt, die behandelten Gewebeschichten in Echtzeit auf einem Monitor zu sehen. Das bedeutet: ich arbeite nicht blind, sondern kann die Ultraschallenergie präzise in die anatomisch korrekte Tiefe abgeben. Zweitens in der verbesserten Applikator-Technologie, die eine gleichmäßigere Energieverteilung und – entscheidend – eine deutlich bessere Verträglichkeit ermöglicht. Drittens in der weiterentwickelten Behandlungsgeschwindigkeit, die Sitzungen verkürzt und Schmerzen reduziert.
Ultherapy ist FDA-zugelassen und in Europa CE-zertifiziert für die nicht-invasive Hautstraffung an Gesicht, Hals und Dekolleté. Es ist eines der wenigen Verfahren, die für die Behandlung des Platysma-Bandes (einer Bindegewebsschicht am Hals) zugelassen sind. Genau diese Zulassung unterscheidet Ultherapy von zahlreichen HIFU-Geräten, die optisch ähnlich aussehen, aber weder die gleiche Präzision noch die gleiche klinische Evidenz aufweisen.
Die Wissenschaft: Mikrofokussierter Ultraschall und die SMAS-Schicht
Um zu verstehen, warum Ultherapy wirkt, muss man einen Moment in die Anatomie eintauchen.
Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten: der Epidermis (Oberhaut), der Dermis (Lederhaut) und dem darunterliegenden Fettgewebe. Unter diesem Fettgewebe liegt eine weitere, besonders wichtige Schicht: das SMAS (Superficial Muscular Aponeurotic System). Das SMAS ist jene Bindegewebsstruktur, die bei einem chirurgischen Facelift gestrafft wird. Sie liegt in einer Tiefe von etwa 4,5 Millimetern und ist verantwortlich für die strukturelle Festigkeit unseres Gesichts.
Mit zunehmendem Alter verliert das SMAS an Spannkraft. Gleichzeitig nimmt die Kollagen- und Elastinproduktion in der Dermis ab – ab etwa dem 25. Lebensjahr um rund ein Prozent pro Jahr. Die sichtbaren Folgen sind bekannt: nachlassende Kontur, weicher werdende Kieferlinie, fallende Wangen, ein weniger definierter Übergang zwischen Gesicht und Hals.
Genau hier setzt Ultherapy an. Das Gerät arbeitet mit drei unterschiedlichen Applikatoren, die Ultraschallenergie in drei klar definierten Tiefen abgeben:
- 1,5 mm — zur Verbesserung von Hautqualität und oberflächlicher Straffung in der oberen Dermis
- 3,0 mm — zur Kollagenstimulation in der mittleren Dermis
- 4,5 mm — zur Straffung direkt am SMAS, in der Tiefe, in der chirurgische Eingriffe arbeiten
Die Ultraschallwellen werden in jeder dieser Tiefen zu mikroskopisch kleinen Punkten gebündelt. An diesen Punkten entsteht eine kontrollierte thermische Koagulation – das Gewebe wird kurzzeitig auf etwa 60-70°C erhitzt. Das umliegende Gewebe bleibt unberührt, die Haut an der Oberfläche wird weder verletzt noch sichtbar beeinflusst.
Was danach passiert, ist ein biologischer Prozess. Der Körper interpretiert die thermischen Koagulationspunkte als Mikroverletzungen und startet einen Reparaturprozess: Fibroblasten werden aktiviert, sie beginnen neues Kollagen und Elastin zu produzieren. Dieser Prozess dauert Wochen – er erreicht seinen Höhepunkt nach etwa 90 Tagen und setzt sich über sechs Monate fort.
Genau deshalb ist Ultherapy kein Verfahren für Ungeduldige. Der eigentliche Effekt entsteht nicht auf dem Behandlungsstuhl, sondern in den Monaten danach. Es ist regenerative Medizin im besten Sinne: Ihr Körper baut das wieder auf, was das Alter ihm nimmt.
Für wen ist Ultherapy PRIME geeignet?
In meiner Praxis beobachte ich: die idealen Kandidatinnen und Kandidaten für Ultherapy sind Menschen mit beginnender bis moderater Hautlaxität. Das bedeutet konkret: eine Kieferlinie, die weicher wird, ohne bereits stark zu hängen. Wangen, die an Spannung verlieren. Ein Hals, dessen Kontur sich verändert, ohne ausgeprägt erschlafft zu sein.
Typischerweise beginnt dieser Zustand bei vielen Menschen zwischen Mitte 30 und Mitte 40. Genau hier liegt auch einer der wichtigsten Punkte, den ich im Beratungsgespräch regelmäßig vermittle: Ultherapy ist Teil eines Gentle-Aging-Konzepts. Es ist präventive und frühregenerative Medizin, nicht die Korrektur bereits fortgeschrittener Erschlaffung.
Je früher wir beginnen, die körpereigene Kollagenproduktion gezielt zu stimulieren, desto langsamer und schonender lässt sich der natürliche Alterungsprozess begleiten. Wer erst dann zur ästhetischen Medizin kommt, wenn die Haut bereits stark erschlafft ist, hat in der Regel weniger Optionen – und manchmal ist dann ein chirurgischer Eingriff die ehrlichere Empfehlung.
Weniger geeignet ist Ultherapy für Patientinnen und Patienten mit sehr ausgeprägter Hautlaxität, signifikantem Volumenverlust oder schwerem Lichtschaden. In diesen Fällen empfehlen wir Kombinationsbehandlungen oder, in seltenen Fällen, eine Überweisung an einen plastischen Chirurgen.
Kontraindikationen sind selten, aber wichtig zu beachten: aktive Hautinfektionen oder Akne im Behandlungsbereich, bestimmte Autoimmunerkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit, sowie das Vorhandensein von Implantaten im Behandlungsbereich schließen eine Behandlung aus.
Der Behandlungsablauf bei The Retreat Berlin
Eine Ultherapy-Behandlung beginnt immer mit einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch. Ich nehme mir dafür mindestens 30 Minuten Zeit – meist länger. In diesem Gespräch analysieren wir gemeinsam die individuelle Gesichtsanatomie, die Hautqualität, den Grad der Laxität und Ihre konkreten Erwartungen. Ich erkläre Ihnen, was realistisch erreichbar ist und was nicht. Und ich frage nach möglichen Kontraindikationen und Vorerkrankungen.
Nur wenn wir beide überzeugt sind, dass Ultherapy die richtige Entscheidung ist, planen wir die Behandlung. Die Behandlung selbst dauert – je nach Anzahl der behandelten Zonen – zwischen 60 und 90 Minuten.
Vor der Sitzung tragen wir eine hochkonzentrierte Betäubungscreme auf. Dies ist ein Detail, das in vielen Kliniken unterschätzt wird – und einer der häufigsten Gründe, warum Menschen von negativen Ultherapy-Erfahrungen berichten. Eine unzureichende Betäubung macht die Behandlung unnötig unangenehm. Bei The Retreat kombinieren wir daher die topische Betäubung bei Bedarf mit weiteren Maßnahmen zur Schmerzreduktion.
Während der Behandlung trage ich ein Ultraschall-Kontaktgel auf und führe den Applikator systematisch über die zu behandelnden Zonen. Der Monitor zeigt mir in Echtzeit die Gewebetiefe, sodass ich die Energie präzise abgeben kann. Jede Zone wird mit mehreren „Linien“ behandelt – die Anzahl der Linien bestimmt sowohl das Ergebnis als auch die Dauer und den Preis der Behandlung.
Nach der Behandlung kann die Haut leicht gerötet sein und ein leichtes Spannungsgefühl zeigen. Diese Reaktionen klingen in der Regel innerhalb von 24 Stunden ab. Sie können direkt wieder zur Arbeit, zum Sport, zu sozialen Terminen. Es gibt keine Ausfallzeit. Dies ist einer der wesentlichen Vorteile gegenüber invasiveren Verfahren.
In den folgenden Wochen tritt der eigentliche Effekt ein – unsichtbar zunächst, dann zunehmend spürbar und sichtbar.
Ergebnisse: Der 90-Tage-Zyklus verstehen
Viele Patientinnen fragen mich direkt nach der Behandlung: „Sehe ich jetzt schon etwas?“ Meine ehrliche Antwort: minimal, in den meisten Fällen.
Die unmittelbare Wirkung von Ultherapy ist eine leichte Sofortstraffung durch die thermische Koagulation. Sie ist spürbar, oft auch sichtbar, aber nicht dramatisch. Das eigentliche Ergebnis entsteht erst in den Wochen und Monaten danach, während Ihr Körper neues Kollagen aufbaut.
Der zeitliche Verlauf, den ich typischerweise beobachte:
- Woche 1-4: minimale Veränderung, meist nur für Sie selbst wahrnehmbar
- Woche 4-8: erste deutliche Verbesserungen, Haut wirkt straffer und definierter
- Monat 3-4: sichtbares Ergebnis, oft das, was Patientinnen auf Vorher-Nachher-Fotos zeigen möchten
- Monat 6: das maximale Ergebnis der Behandlung
- Monat 12-18: Plateau, dann langsames Nachlassen des Effekts
Die Wirkung hält in der Regel zwischen 12 und 18 Monaten an. Einige Patientinnen entscheiden sich nach diesem Zeitraum für eine Auffrischungsbehandlung, andere wählen andere Verfahren. In meiner Erfahrung profitieren Menschen, die Ultherapy als Teil eines langfristigen Gentle-Aging-Konzepts betrachten, am meisten.
Genau deshalb ist der größte Fehler, den ich bei Ultherapy-Patientinnen beobachte, Ungeduld. Wer nach vier Wochen frustriert abbricht, weil „nichts passiert ist“, verpasst den eigentlichen Effekt. Die Kollagenneubildung braucht Zeit – und diese Zeit ist genau das, was Ultherapy so natürlich wirken lässt. Es ist kein Eingriff, der Sie über Nacht verändert. Es ist eine Stimulation körpereigener Regenerationsprozesse, deren Rhythmus wir respektieren müssen.
Kombinationsbehandlungen: Wann welcher Ansatz?
Eine der wertvollsten Eigenschaften von Ultherapy ist seine Kombinierbarkeit mit anderen Verfahren. Da Ultherapy in der Tiefe arbeitet und keine Substanzen in die Haut einbringt, ergänzt es zahlreiche andere regenerative Behandlungen ideal.
Biostimulatoren wie Sculptra (Poly-L-Milchsäure) und Radiesse (Calcium-Hydroxylapatit) stimulieren ebenfalls die körpereigene Kollagenproduktion – allerdings über einen anderen Mechanismus und in einer anderen Schicht. Die Kombination wirkt synergistisch. Eine Studie von Kerscher und Kollegen (2019) untersuchte die Kombination von Ultherapy und Radiesse an der Kieferlinie und im submentalen Bereich: Die Patientinnen zeigten signifikante Verbesserungen von Hautdicke und Festigkeit über 48 Wochen.
PRP und PRF (Platelet-Rich Plasma bzw. Platelet-Rich Fibrin) liefern körpereigene Wachstumsfaktoren, die die durch Ultherapy angestoßenen Regenerationsprozesse unterstützen. Diese Kombination verkörpert besonders deutlich das Prinzip der regenerativen Medizin: eigenes Blut wird aufbereitet und als Signalstoff eingesetzt, der die Zellaktivität verstärkt. Besonders bei dünner, fragiler Haut oder bei Patientinnen, die eine möglichst natürliche, biologische Behandlung bevorzugen, ist diese Kombination eine der wertvollsten in meinem Behandlungsrepertoire.
Injektionslipolyse im submentalen Bereich ist eine besonders elegante Kombination bei Patientinnen mit Doppelkinn. Die Injektionslipolyse reduziert das Fettdepot enzymatisch, Ultherapy strafft die darüberliegende Haut. Zusammen adressieren wir beide Komponenten des Problems – ohne Operation.
Muskelrelaxans (Botulinum) wirkt auf dynamische Falten durch die Entspannung mimischer Muskeln. Ultherapy wirkt auf Hautlaxität. Die beiden Verfahren ergänzen sich ideal und können problemlos am gleichen Tag durchgeführt werden.
Microneedling verbessert Hautqualität, Poren und oberflächliche Struktur durch kontrollierte Mikroverletzungen, die wiederum Kollagen stimulieren. In Kombination mit PRF entsteht ein regeneratives Treatment, das Ultherapy ideal ergänzt: während Ultherapy in der Tiefe am SMAS arbeitet, adressiert Microneedling die oberflächlichen Schichten der Haut. Zusammen erreichen wir alle Hautebenen.
Welche Kombination für Sie die richtige ist, hängt von Ihrer individuellen Anatomie, Ihrem Alter, Ihrer Hautqualität und Ihren ästhetischen Zielen ab. Genau das besprechen wir ausführlich in der ärztlichen Beratung.
Nebenwirkungen und Risiken
Ultherapy ist ein sehr sicheres Verfahren – wenn es von geschultem medizinischem Personal mit zugelassenen Geräten durchgeführt wird.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind mild und vorübergehend: leichte Rötung für 24 Stunden, ein Spannungsgefühl in den behandelten Zonen für einige Tage, gelegentlich kleinere Druckschmerzen oder eine vorübergehende Schwellung. Diese Reaktionen sind Teil des erwünschten biologischen Prozesses.
Seltenere Nebenwirkungen, die ich mit Ihnen im Beratungsgespräch ausführlich bespreche, sind Hämatome an den Einstichstellen der Betäubung, vorübergehende Hypästhesie (ein taubes Gefühl) und sehr selten – bei nicht sachgerechter Ausführung – temporäre Nerven-Irritationen.
Wichtig zu wissen: die negativen Ultherapy-Erfahrungen, die online kursieren, stammen in meiner Einschätzung in der deutlichen Mehrzahl aus zwei Ursachen. Erstens: die Verwendung nicht zertifizierter HIFU-Geräte unter dem Label „Ultherapy“. Zweitens: unzureichende Behandlungsprotokolle – zu wenig Linien, falsche Tiefen, unzureichende Betäubung. Beides ist vermeidbar, wenn die Behandlung in einer medizinisch geführten Praxis mit zugelassenem Originalgerät erfolgt.
Ultherapy PRIME versus Alternativen
In der ästhetischen Medizin gibt es zahlreiche Verfahren zur Hautstraffung. Eine kurze ärztliche Einordnung:
HIFU-Geräte ohne FDA/CE-Zulassung — optisch ähnlich, technologisch nicht vergleichbar. Ohne Visualisierung und ohne die klinischen Studien, die Ultherapy PRIME stützen. In meiner Praxis sehe ich regelmäßig Patientinnen, die mit günstigen HIFU-Behandlungen unzufrieden waren und dann zu Ultherapy wechseln.
Thermage — ein Verfahren mit Radiofrequenz-Technologie. Arbeitet oberflächlicher als Ultherapy (maximal 3 mm Tiefe) und eignet sich eher zur Verbesserung der Hautqualität als zur strukturellen Straffung am SMAS.
Facelift (chirurgisch) — die einzige Option bei ausgeprägter Erschlaffung. Liefert deutlich stärkere Ergebnisse, ist aber mit Narkose, Narben, Heilungsphase und Risiken eines operativen Eingriffs verbunden. Kann Ultherapy nicht ersetzen und umgekehrt – es sind unterschiedliche Verfahren für unterschiedliche Stadien.
Fäden/PDO-Lift — funktionieren über einen mechanischen Lifting-Effekt und eine sekundäre Kollagenstimulation. Deutlich kürzere Wirkdauer als Ultherapy, höhere Komplikationsrate.
Meine ehrliche Einschätzung nach Jahren in der ästhetischen Medizin: Ultherapy PRIME ist für moderate, präventive und frühregenerative Straffung das Verfahren mit der besten Balance aus klinischer Evidenz, Sicherheit, Natürlichkeit des Ergebnisses und fehlender Ausfallzeit.
Kosten bei The Retreat Berlin
Die Kosten einer Ultherapy-Behandlung hängen von mehreren Faktoren ab: der Anzahl der behandelten Zonen, der individuellen Anatomie und der Anzahl der benötigten „Linien“, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand des Befundes festlegt.
Zur Orientierung: für kleinere Einzelzonen beginnen die Kosten bei etwa 300 Euro. Für die Behandlung mehrerer Zonen – zum Beispiel das untere Gesicht mit Kieferlinie und submentalem Bereich – liegen die Kosten typischerweise zwischen 800 und 2.500 Euro.
Die genaue Preisgestaltung für Ihren individuellen Fall besprechen wir in der ärztlichen Beratung, nachdem wir Ihre Anatomie analysiert und die optimale Behandlungsstrategie festgelegt haben. Wir legen Wert darauf, dass Sie vor der Behandlung genau wissen, was auf Sie zukommt – sowohl medizinisch als auch finanziell.
Wenn Sie Ultherapy im Kontext eines langfristigen Gentle-Aging-Konzepts betrachten – mit einer Behandlung alle 12 bis 18 Monate – liegen die jährlichen Kosten häufig unter dem, was viele Menschen ohnehin für hochwertige Pflegeprodukte oder weniger wirksame Behandlungen ausgeben.
Ultherapy im Kontext von Longevity und regenerativer Ästhetik
Bei The Retreat verstehen wir Ultherapy nicht als isolierte Schönheitsbehandlung. Es ist Teil eines umfassenderen Konzepts: der regenerativen Ästhetik und Longevity-Medizin.
Langlebigkeit beginnt auf zellulärer Ebene. Die biologischen Prozesse, die unser Altern bestimmen, lassen sich beeinflussen – durch gezielte Stimulation der körpereigenen Regeneration, durch Mitochondrien-Training, durch optimale Mikronährstoffversorgung und durch bewussten Umgang mit Stress. Ultherapy fügt sich in dieses Konzept ein, weil es genau das tut: es aktiviert die körpereigene Kollagenproduktion statt sie durch externe Substanzen zu ersetzen.
Deshalb arbeiten wir in unserer Klinik mit einem breiten Spektrum an Verfahren, die Regeneration auf unterschiedlichen Ebenen fördern: Biostimulatoren, PRP und PRF, Infusionstherapien, Höhentraining-Behandlungen, Health-Screenings auf Basis von Blutwerten und Aging-Markern. Ultherapy ist eine der sichtbaren Behandlungen in diesem Spektrum – und gleichzeitig eine der wissenschaftlich am besten fundierten.
Gleichzeitig glauben wir: Langlebigkeit beginnt im Kopf. In der ruhigen, bewusst gestalteten Atmosphäre unseres Retreats schaffen wir Raum, um zu entschleunigen, Stress zu regulieren und das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Zellen wiederherzustellen. Denn ohne dieses Gleichgewicht bleiben selbst die besten Behandlungen oberflächlich.
Meine klinische Perspektive
Nach vielen Jahren in der ästhetischen Medizin gibt es zwei Punkte, die ich jeder Patientin und jedem Patienten mit auf den Weg gebe.
Erstens: Der größte Fehler bei Ultherapy ist Ungeduld. Das volle Ergebnis zeigt sich erst nach drei bis sechs Monaten. Wer in dieser Zeit zweifelt oder aufgibt, verpasst das Eigentliche. Das, was Ultherapy leistet, ist keine schnelle Transformation – es ist eine stille, biologische Veränderung, die Ihre Haut mit der Zeit zurückgibt, was das Alter ihr nimmt.
Zweitens: Ultherapy ist nicht-invasiv und Teil eines Gentle-Aging-Konzepts. Es baut das Kollagen neu auf, das im Alter abnimmt. Das ist keine kosmetische Korrektur, sondern eine regenerative Maßnahme. Sie unterstützt Ihren Körper dabei, das zu tun, was er in jungen Jahren selbstverständlich getan hat: gesundes, festes Bindegewebe aufzubauen.
Ich beobachte bei vielen Patientinnen einen Wandel in der Wahrnehmung: Nach der Behandlung geht es ihnen nicht mehr darum, jünger auszusehen. Es geht darum, sich wohler zu fühlen in der Haut, in der sie gerade leben. Das ist für mich die schönste Form ästhetischer Medizin: nicht zurück, sondern nach vorne – in eine Version von sich selbst, die sich richtig anfühlt.
Häufige Fragen
Wie oft kann Ultherapy durchgeführt werden?
In der Regel empfehlen wir eine Auffrischungsbehandlung alle 12 bis 18 Monate, je nach individueller Hautqualität und Alterungsverlauf. Die Behandlung ist so konzipiert, dass sie nachhaltig wirkt – häufigere Sitzungen sind weder nötig noch sinnvoll.
Mit welchen Behandlungen lässt sich Ultherapy PRIME kombinieren?
Ultherapy lässt sich hervorragend mit Sculptra, Radiesse, PRP und PRF, Injektionslipolyse (insbesondere submental), Muskelrelaxans und Microneedling kombinieren. Welche Kombination für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Anatomie und Ihren Zielen ab.
Ist Ultherapy schmerzhaft?
Mit adäquater Betäubung ist die Behandlung gut tolerierbar. Patientinnen beschreiben ein warmes, manchmal kurzes „Piksen“ während der Energieabgabe. Unzureichende Betäubung ist der häufigste Grund für unangenehme Erfahrungen – bei The Retreat achten wir besonders auf eine gründliche Schmerzprophylaxe.
Wann sehe ich Ergebnisse?
Minimale Sofortstraffung direkt nach der Behandlung. Erste deutliche Verbesserungen nach 4-8 Wochen. Das volle Ergebnis nach 3-6 Monaten. Plateau zwischen Monat 6 und 12.
Gibt es eine Ausfallzeit?
Nein. Sie können direkt wieder zur Arbeit oder zu sozialen Terminen. Leichte Rötung kann für einige Stunden sichtbar sein.
Ist Ultherapy für alle Hauttypen geeignet?
Grundsätzlich ja. Ultherapy wirkt unabhängig von Hauttyp und Hautfarbe, da es in der Tiefe arbeitet und die Oberfläche nicht pigmentiert. Im Gegensatz zu einigen Lasern ist es auch für dunklere Hauttypen sicher.
Ab welchem Alter ist Ultherapy sinnvoll?
In meiner Praxis behandle ich typischerweise ab Mitte 30, wenn erste Anzeichen von Hautlaxität auftreten. Als präventive Maßnahme im Rahmen eines Gentle-Aging-Konzepts ist Ultherapy ab diesem Alter eine der wissenschaftlich am besten fundierten Optionen.
Ihre nächsten Schritte
Wenn Sie erwägen, Ultherapy PRIME für sich selbst zu prüfen, lade ich Sie zu einem ärztlichen Beratungsgespräch bei The Retreat Berlin ein. In diesem Gespräch analysieren wir gemeinsam Ihre Anatomie, besprechen realistische Erwartungen und entwickeln – falls Ultherapy die richtige Wahl ist – ein individuelles Behandlungsprotokoll.
The Retreat Berlin ist eine Klinik für regenerative Ästhetik und Longevity in Berlin-Mitte. Unser Ansatz verbindet evidenzbasierte ästhetische Medizin mit regenerativen Verfahren in einem holistischen Konzept – in einer Atmosphäre, die medizinische Präzision mit bewusster Entschleunigung verbindet.
Literaturverzeichnis
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- Hart DR, Fabi SG, White WM, et al. Current Concepts in the Use of PLLA: Clinical Synergy Noted with Combined Use of Microfocused Ultrasound and Poly-L-Lactic Acid on the Face, Neck, and Décolletage. Plastic and Reconstructive Surgery. 2015;136(5 Suppl):180S-187S.
- Brobst RW, Ferguson M, Perkins SW. Ulthera: initial and six month results. Facial Plastic Surgery Clinics of North America. 2012;20(2):163-176.
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